In Videospielen ist Klettern neben Springen und Sprinten eine von vielen Bewegungsoptionen, mit denen Spieler Hindernisse überwinden und die Umgebung frei erkunden können. In Cairn, dem neuesten Spiel von The Game Bakers, steht dieses Erlebnis im Mittelpunkt des Gameplays – und wird auf ein völlig neues Level gehoben. Neugierig geworden? Dann lies weiter und merke dir schon mal den 5. November vor, denn an diesem Tag erscheint Cairn auf Steam, PlayStation 5 und Xbox Series X/S. Cairn und andere Spiele kannst du kostenlos auf download-spiele.com herunterladen.
Wo noch nie ein Mensch gewesen ist
In Cairn triffst du auf die Hauptfigur Aava, die den Mount Kami besteigen will – einen legendären und unerbittlichen Berg, den noch nie jemand bezwungen hat. Die einsame Reise wird schnell zu mehr als nur einer sportlichen Herausforderung. Unterwegs stößt Aava auf Spuren der Vergangenheit (z. B. verlassene Berghütten) und unerwartete Gefährten, die ihr helfen, die Geschichte dieses unglaublichen Ortes zu entschlüsseln. Die Handlung des Spiels ist jedoch eher nebensächlich. Cairn ist eine echte Klettersimulation – anspruchsvoll, gnadenlos und doch unglaublich lohnend.
Jeder Griff zählt
Cairn hebt sich von anderen Spielen dadurch ab, dass das Klettern nicht nur eine einfache Animation ist, sondern eine Reihe bewusster Entscheidungen erfordert, etwa wo man die Hand platziert und wie man sein Körpergewicht verteilt. Das Bewegungssystem erinnert etwas an das Spiel QWOP: Jede Gliedmaße wird einzeln gesteuert, indem man den linken Analogstick in die entsprechende Richtung bewegt und den Griff mit einer Taste bestätigt. Um das Ganze noch herausfordernder zu gestalten, hat die Kontrolle von Aavas Kraft einen erheblichen Einfluss auf ihre Bewegungen, was zu Ermüdung führen kann, die sich hörbar durch die schwerere Atmung der Heldin und physisch durch das Zittern des Controllers bemerkbar macht.
Die Mechaniken zum Kraftsparen und Proviantmanagement machen jede Wand zu einer Herausforderung, und ohne sorgfältige Routenplanung kann die Bezwingung extrem schwierig sein. Im Spiel kannst du deinen Kletterstil wählen – vom extremen Free Solo (ohne Sicherung) bis zum klassischen Alpinismus (minimaler Ausrüstungseinsatz). Bei vertikalen Klettertouren steht Aava ein komplettes Arsenal an alpiner Ausrüstung zur Verfügung – von Metallhaken bis zu Eispickeln –, die ihr als Hilfsmittel und zum Sichern dient. In den Pausen kann Aava die Gegend erkunden, die Aussicht genießen oder ein Lager aufschlagen, um ihre Wunden zu heilen, neue Kraft zu tanken oder sich mit Schokolade oder anderen stärkenden Leckereien aus ihrem Rucksack zu stärken.
Pure Schönheit
Was Cairn auszeichnet, sind die wunderschönen audiovisuellen Effekte, die eine unglaubliche Atmosphäre schaffen. Jedes Element der Umgebung – von atmosphärischen Effekten bis hin zu Fußspuren im Schnee – ist atemberaubend. Die Game Bakers haben dafür gesorgt, dass das Klettererlebnis nicht nur herausfordernd, sondern auch genussvoll ist. Die emotionale Reise, die Cairn bietet, hat in der renommierten Kunstszene Anerkennung gefunden. Beim Tribeca Film Festival 2025 wurde das Spiel mit dem Tribeca Games Award ausgezeichnet. Die Jury betonte in ihrer Begründung, dass alle nominierten Titel das Potenzial von Videospielen als Medium eindrucksvoll unter Beweis stellten – doch Cairn beeindruckte am meisten durch seine Stimmigkeit, die fesselnde Geschichte und den ambitionierten Simulationsansatz.
Konzentration und Präzision
Cairn versucht gar nicht erst, Klettern als Vergnügen darzustellen. Die Entwickler legen vielmehr Wert auf die Überlebenselemente. Das Spiel bietet eine hervorragende Gelegenheit, die eigene Geduld zu testen und zu sehen, ob man trotz zahlreicher Hindernisse den Gipfel erreichen kann.