Wenn Sie nach dem Entfernen einer alten Dübelreihe oder nach einem unglücklichen Bohrer-Rutscher vor einer rissigen oder ausgebrochenen Wand stehen, ist die richtige Vorbereitung das halbe Ergebnis. Beginnen Sie damit, alle losen Putz- und Farbreste großzügig zu entfernen, bis die Kanten des Schadens stabil sind. Bei tiefen Löchern oder Rissen, die bis auf das Mauerwerk gehen, sollten Sie den Spalt zunächst mit einem Fugenfüller aus dem Baumarkt aufspritzen, der etwas übersteht und nach dem Aushärten bündig abgeschnitten wird. Für die eigentliche Oberfläche empfiehlt es sich, ein sogenanntes Gewebeband über den Riss zu kleben, bevor Sie Spachtelmasse auftragen; das verhindert, dass der Riss später wieder aufbricht. Arbeiten Sie die Spachtelmasse in mehreren dünnen Schichten statt in einer dicken Lage auf, und lassen Sie jede Schicht vollständig trocknen. Glätten Sie die letzte Lage mit einem feuchten Spachtel, sodass eine leichte Erhöhung entsteht, die Sie nach dem Trocknen mit Schleifpapier (Körnung 120 bis 150) abtragen, bis die Fläche exakt in der Wandebene liegt. Denken Sie daran, dass Sie nicht nur optisch reparieren, sondern eine tragfähige Basis schaffen wollen, gerade wenn Sie später eine dartscheibe montieren möchten, denn die punktuelle Belastung durch die Pfeile ist höher, als man denkt.
Sobald die Spachtelmasse ausgehärtet und glatt geschliffen ist, sollten Sie den Bereich grundieren, bevor Sie Farbe auftragen. Eine ungrundierte, stark saugende Spachtelfläche führt sonst zu matten Flecken, die sich später deutlich von der umliegenden Wand abheben. Nutzen Sie eine dünne Schicht Tiefengrund, die Sie mit einem Pinsel oder einer kleinen Rolle satt auftragen und mindestens vier Stunden einziehen lassen. Erst danach streichen Sie die gesamte Wandfläche, nicht nur die reparierte Stelle, denn ein partielles Überstreichen erzeugt fast immer einen sichtbaren Farbunterschied. Wählen Sie für den Anstrich eine Farbe, die der bestehenden Wandoptik entspricht, und arbeiten Sie im nassen Bereich von der Reparaturstelle nach außen, um Ränder zu vermeiden. Wenn die Wand sehr stark texturiert war, etwa mit Raufaser oder einer Strukturspachtelung, sollten Sie die Struktur vor dem Streichen mit einem entsprechenden Strukturzusatz oder einer feinen Streichtechnik nachempfinden, sonst bleibt die Flickstelle glatt und fällt auf. Es ist ein häufiger Fehler, direkt nach dem ersten Anstrich mit der Montage zu beginnen; warten Sie mindestens einen Tag, bis die Farbe vollständig durchgetrocknet ist. Nur so ist gewährleistet, dass die neue Oberfläche mechanisch belastbar ist und nicht beim ersten Bohren abplatzt.
Für die abschließende Montage, sei es ein Bild, eine Lampe oder eben eine dartscheibe montieren, sollten Sie die Position der Bohrlöcher nicht zufällig wählen, sondern exakt an der stabilsten Stelle der reparierten Fläche. Vermeiden Sie es, in die unmittelbare Füllung eines ehemaligen Risses zu bohren, auch wenn diese sauber gespachtelt ist; setzen Sie die Dübel besser versetzt daneben in das intakte Mauerwerk. Verwenden Sie beim Bohren einen Universaldübel mit Rand, der sich beim Einschlagen gut verkrallt, und ziehen Sie die Schraube nicht mit übermäßiger Gewalt an, da sonst die Spachtelmasse um den Dübel herum mikrofein reißt. https://dartsport-welt.de/ später erneut eine dartscheibe montieren wollen und die Wand an derselben Stelle belasten möchten, prüfen Sie vorher mit einem Klopfen auf der Oberfläche, ob die Stelle hohl klingt – dann ist die Spachtelung nicht fest genug und Sie müssen die Prozedur wiederholen. Nehmen Sie sich für den letzten Feinschliff Zeit: Entfernen Sie Bohrerstaub mit einem Staubsauger, nicht mit einem trockenen Tuch, und berühren Sie die frisch gestrichene Fläche nicht mit den Fingern, da Fettflecken sonst später durch die Farbe scheinen. Eine sauber reparierte Wand, die nach dem Trocknen wieder vollständig eben ist, hält problemlos die punktuellen Schläge beim täglichen Spiel aus, ohne dass sich neue Risse bilden – und genau das ist das Ziel einer professionellen Reparatur.