Beim Ausbessern von Wänden stehen Sie vor der Wahl zwischen klassischer Spachtelmasse, Gips und Fertigspachtel. Für diesen material vergleich sollten Sie zunächst den Untergrund und das Ausmaß des Schadens prüfen. Reiner Gips eignet sich hervorragend für tiefe Löcher oder das Verfüllen von Schlitzen, da er schnell aushärtet und eine hohe Festigkeit erreicht. https://photofaible.de/ ist er weniger elastisch und neigt bei Temperaturschwankungen oder leichten Bewegungen des Mauerwerks zu Rissen. Herkömmliche Spachtelmasse auf mineralischer Basis ist dagegen robuster und verträgt auch dickere Schichten, trocknet aber langsamer und muss unter Umständen mehrfach aufgetragen werden. Für feine Risse und Unebenheiten in bereits gestrichenen Wänden greifen viele zu Fertigspachtel aus der Dose, der gebrauchsfertig ist und sich besonders glatt verstreichen lässt. Beachten Sie, dass dieser material vergleich auch die Verarbeitungszeit einschließt: Gips bindet oft schon nach 20 bis 30 Minuten ab, während Sie bei klassischer Spachtelmasse mehr Zeit zum Glätten haben, dafür aber länger auf die Trocknung warten müssen.
Ein entscheidender Punkt für die Praxis ist die Haftung auf dem vorhandenen Untergrund. Auf Putz oder Beton haftet Gips sehr gut, aber auf alten Dispersionsfarben oder Tapetenresten kann er abblättern, weshalb Sie solche Flächen vorher gründlich anrauen oder entfernen sollten. Spachtelmasse auf Kalk- oder Zementbasis verträgt dagegen feuchtere Umgebungen wie Badezimmer oder Küchen besser, während Gips hier wegen seiner Feuchtigkeitsempfindlichkeit weniger ideal ist. Fertigspachtel aus Kunstharzdispersionen ist am flexibelsten und überbrückt auch kleinere Bewegungen, was ihn für Altbauten mit Holzbalkendecken oder Fußbodenheizungen attraktiv macht. Für den material vergleich ist zudem das Schleifverhalten wichtig: Gips lässt sich sehr leicht und staubarm schleifen, benötigt aber oft eine Grundierung vor dem anschließenden Streichen, da er sonst die Farbe ungleichmäßig aufsaugt. Mineralische Spachtelmasse hinterlässt ein gröberes Ergebnis, das Sie bei glatten Flächen mit einem Feinspachtel oder einer Glättkelle bearbeiten müssen, während Fertigspachtel bereits nach dem Trocknen eine sehr glatte, fast porzellanartige Oberfläche bietet.
In der praktischen Anwendung sollten Sie bei größeren Flächen eher auf zweikomponentige Spachtelmasse setzen, die trotz des höheren Aufwands beim Anmischen eine geringere Rissneigung aufweist. Wenn Sie nur punktuell kleine Löcher von Dübeln oder Nägeln schließen, ist Gips wegen seiner Schnelligkeit komfortabel, aber vermeiden Sie es, dünne Schichten über größere Flächen zu ziehen, da er sonst reißt. Für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeitszeit und Ergebnis erweist sich Fertigspachtel bei Trockenbauwänden und glatten Innenwänden als unkompliziert, da er bereits die richtige Konsistenz hat und Sie keine eigenen Mischverhältnisse beachten müssen. Achten Sie bei allen drei Materialien darauf, dass Sie die Kelle und das Werkzeug sofort nach Gebrauch reinigen, da ausgehärtete Reste selbst bei Fertigspachtel nur schwer zu entfernen sind. Abschließend sollten Sie die gewählte Spachtelmasse mit einem feinen Schleifpapier der Körnung 120 bis 180 nachbearbeiten und die Fläche vor dem Anstrich mit einem geeigneten Haftgrund behandeln; nur so wird der material vergleich zu einem dauerhaften Erfolg für Ihre Wand.