Bevor Sie die erste Rigipsplatte anheben, sollten Sie sich mit einem scharfen Messer, einer Lochsäge oder einem speziellen Fräser und einem Bleistift bewaffnen. Messen Sie den Abstand von der Plattenkante bis zur Mitte der Unterputzdose exakt aus und übertragen Sie diesen Punkt auf die Vorderseite der bereits zugeschnittenen Platte. Für eine saubere Aussparung stechen Sie die Dose mit einem Zirkel oder einer Schablone auf, sodass die Markierung sichtbar bleibt. https://wohnrepo.de/ mit einer Lochsäge arbeiten, spannen Sie die Platte auf einer stabilen Unterlage ein, um ein Ausreißen der Gipskartonkanten zu vermeiden. Bohren Sie das Pilotloch in der Mitte und sägen Sie dann von der Vorderseite aus, damit der Schnitt glatt bleibt. Alternativ ritzen Sie mit dem Messer einen Kreis vor und brechen die Gipsschicht vorsichtig aus; dies eignet sich besonders für kleine Aussparungen. Wichtig ist, dass die Öffnung einen Durchmesser von etwa fünf bis acht Millimetern größer ist als die Dose, damit Sie später das Gerät problemlos justieren können, ohne dass die Platte beim Einsetzen splittert.
Nach dem Ausschneiden prüfen Sie den Sitz der Platte, indem Sie sie trocken an die Wand halten und die Aussparung über die Dose stülpen. Korrigieren Sie grobe Unebenheiten mit einer Feile oder Schleifpapier, bevor Sie die eigentliche trockenbau montage beginnen. Tragen Sie dann einen gleichmäßigen Klecks Montagekleber oder dünnen Gips entlang der tragenden Unterkonstruktion auf, nicht zu dick, damit die Platte nicht wölbt. Setzen Sie die Platte an und drücken Sie sie mit leichtem Druck an, wobei Sie von innen nach außen arbeiten, damit sich keine Luftblasen bilden. Befestigen Sie die Gipsplatte nun mit speziellen Schnellbauschrauben, die Sie im Abstand von etwa 20 Zentimetern entlang der Profile setzen. Die Schraubenköpfe müssen leicht versenkt werden, aber die Papieroberfläche darf nicht einreißen – ein typischer Anfängerfehler, der später zu Rissen führt. Arbeiten Sie sich systematisch von der Mitte zu den Rändern vor, und lassen Sie die Schrauben an der Aussparung etwas versetzt, damit Sie nicht versehentlich die Dose treffen.
Haben Sie die Platte fixiert, widmen Sie sich der Feinarbeit an der Steckdosenöffnung. Dazu schneiden Sie mit einem Cuttermesser die überstehenden Gipskanten bündig zur Dose ab, sodass die Öffnung exakt abschließt. Führen Sie hierfür das Messer von hinten nach vorne, um ein Absplittern der Vorderkante zu vermeiden. Anschließend spachteln Sie die Schraubenköpfe und die Stoßkanten mit Fugenspachtel, wobei Sie die Naht zur Steckdose hin dünn ausziehen, damit später der Rahmen des Schalters sauber aufliegt. Achten Sie darauf, dass die Dosenlippe nicht vollständig mit Spachtelmasse bedeckt wird, sonst sitzt der Einsatz später nicht bündig. Nach dem Trocknen schleifen Sie die Fläche glatt und prüfen die Öffnung erneut. Wenn Sie kleine Unebenheiten entdecken, gleichen Sie diese mit etwas Spachtelmasse aus, bevor Sie die komplette trockenbau montage mit Fugenband und Anschlussprofilen abschließen. Denken Sie daran: Eine präzise ausgeschnittene Steckdosenöffnung verzeiht später weder wackelige Schalter noch unschöne Fugen – nehmen Sie sich also Zeit für das Ausmessen und das exakte Nachbearbeiten. Nur so wird die Wand glatt und die Elektroinstallation bleibt zugänglich.