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Stefan Wagner | profile | guestbook | all galleries | recent tree view | thumbnails

Wer Stauden und Kräuter im Herbst zurückschneidet, sollte die verblühten Triebe nicht vorschnell entfernen. Gerade wenn Sie Samenstände überwintern möchten, kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an: Die alten Blütenstände sind kein unnötiger Ballast, sondern erfüllen bis in den Winter hinein wichtige Aufgaben. Viele Pflanzen bilden erst im Spätherbst vollständig ausgereifte Samen aus. Schneiden Sie zu früh, unterbrechen Sie die Reifung, und die Samen werden kaum keimfähig sein. Zudem dienen die hohlen oder markhaltigen Stängel zahlreichen Insekten als Winterquartier, während die Samen selbst Vögeln in der kalten Jahreszeit als Nahrung dienen. Ein weiterer praktischer Punkt: Die abgestorbenen Pflanzenteile schützen den Wurzelbereich vor Frost und verhindern, dass Wind und wechselnde Temperaturen den Boden zu stark austrocknen. Wer Samenstände überwintern will, lässt sie deshalb bis zum Spätwinter oder zeitigen Frühjahr stehen – je nach Witterung und Pflanzenart kann das bis in den März hinein sinnvoll sein.



Damit das Überwintern gelingt, sollten Sie einige Punkte beachten. Prüfen Sie zunächst, ob die Samen bereits reif sind: Sie fühlen sich trocken an, sitzen fest in den Fruchtständen und lassen sich bei manchen Arten leicht herauslösen, während unreife Samen noch grün und weich sind. Wollen Sie Saatgut gezielt ernten, sichern Sie besonders wertvolle oder seltene Samenstände mit einem feinmaschigen Netz oder einem luftdurchlässigen Beutel, damit nichts herausfällt. https://natur-nah-shop.de/ befallene Triebe schneiden Sie dagegen besser schon im Herbst ab und entsorgen sie über den Restmüll, statt sie im Beet zu belassen. Achten Sie außerdem darauf, dass die Samenstände nicht zu dicht über dem Boden liegen und sich keine Feuchtigkeit in den Stängeln staut; ein luftiger Stand und durchlässiger Boden beugen Fäulnis vor. So vorbereitet, lassen sich Samenstände überwintern, ohne dass die Pflanzen darunter leiden.



Im zeitigen Frühjahr, sobald kein strenger Frost mehr zu erwarten ist, schneiden Sie die Stängel dann bodennah ab. Zu diesem Zeitpunkt sind die Samen ausgereift, Insekten haben ihre Quartiere verlassen, und der frische Austrieb wird nicht mehr beschattet. Wollen Sie gleichzeitig für Nachwuchs sorgen, kippen Sie die Samen an gewünschter Stelle aus oder sammeln sie getrennt in Papierbeuteln, um sie später gezielt auszusäen. Räumen Sie die abgeschnittenen Reste nicht sofort auf: Kurz auf dem Beet liegengelassen, können sie je nach Art noch etwas Feuchtigkeit spenden und nützlichen Tieren als Rückzugsort dienen, bevor sie in den Kompost wandern. Mit etwas Geduld und dem richtigen Timing sorgen Sie so dafür, dass Ihre Stauden gesund überwintern und sich im nächsten Jahr erneut üppig entwickeln.




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