HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch – VTV Mundenheim 23:20 (6:8)
Kleinich.(R.S.) Die Hunsrück HSG besiegt in der proppevollen Hirtenfeldhalle den bisherigen Tabellenführer aus Mundenheim und führt nun die Tabelle mit drei Punkten Vorsprung an! Das Spitzenspiel stand ganz im Zeichen der beiden Abwehrreihen und der überragenden Torhüter Sebastian Bachmann beim Gastgeber und Marcus Forler bei den Ludwigshafenern. Letztendlich gewann Bachmann das Duell, hielt die Konzentration über die gesamte Spielzeit hoch und war mit 23 gehaltenen Bällen der Matchwinner des Abends.
Vor über 500 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an eine ausgeglichene Begegnung, in der die Gäste flinker auf den Beinen waren, den Mittelblock der Hunsrücker Abwehr ein ums andere Mal düpierten und so auch verdient zur Pause mit 6:8 führten. Den Hunsrücker gelang im ersten Spielabschnitt wenig, das Umschalten von Abwehr auf Angriff fand nicht statt und im Angriff verlor das Team ein ums andere Mal beim Zuspiel an den Kreis den Ball, wirkte ingesamt ideenlos in seinem Positionsspiel. Völlig neben sich stand im ersten Spielabschnitt Michael Stein, dessen acht Versuche allesamt Beute von Forler wurden oder zu ungenau zum Kreis gespielt, sichere Beute der Gästeabwehr wurden.
Folgerichtig fehlte Stein auch in der Anfangsformation der Hunsrücker nach dem Wechsel. Nach einer Vorentscheidung sah es in der 42. Minute aus, als die Gäste ihren Vorsprung auf vier Tore (8:12) ausbauten. Mundenheim versäumte es nun, den Sack zuzumachen, zeigte Schwächen im Abschluß oder scheiterte erneut am immer noch starken Bachmann.
Es war Maxim Shalimov, der nun die Verantwortung übernahm und Michael Stein, der in der 40. Minute eingewechselt, Trainer Igor Domaschenko das Vertrauen zurückzahlte und nun zusammen mit Shalimov bis zum 13:13 den Ausgleich (44. Minute) schafften. Bis zum 17:17 in der 55. Minute war der Ausgang des Spiels völlig offen, ehe die Hunsrücker endlich auch im Gegenstoßspiel erfolgreicher wurden.
Florian Hübner und zwei Tore in Folge von Nico Gedert schienen beim 20:17 in der 57. Minute die Vorentscheidung herbeigeführt zu haben. Doch nach der roten Karten gegen Florian Hübner beim 21:19 schien das Spiel noch einmal auf des Messers Schneide, als dem Gastgeber 20 Sekunden vor dem Abpfiff der Anschlusstreffer zum 21:20 gelang. Am Ende war es dann erneut Nico Gedert, der mit seinem Tor zum 23:20 alles klar machte.
„Ingesamt bin ich mit dem Spiel meiner Mannschaft zufrieden, vor allem im zweiten Spielabschnitt. Die Mannschaft hat kämpferisch alles gegeben und nach der schwächeren ersten Hälfte in den Schlußminuten das Spiel bestimmt“, freute sich Domaschenko.
Quelle: www.mosel-handball.de